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Schweizermeister: Mit viel Schwung richtung EM

Schweizermeister: Mit viel Schwung richtung EM

Seit letztem Wochenende darf ich mich Schweizermeister im Nacht-OL nennen. Im Gelterkindenberg gelang es mir, mit einem guten Finish meinen ersten nationalen Titel vor Daniel Hubmann und Matthias Kyburz zu sichern. Die packende Schlussphase könnt ihr in der Videoanimation vom GPS im Tweet von Dani nachschauen. Den kurzen Videoreport zur Nacht-SM und damit zum ersten Wertungslauf des Swiss Orienteering Grand Slam 2018 findest du hier. Auf der Homepage der OLG Herzogenbuchsee hat Marc ein tolles Resumée über meinen Lauf geschrieben.

 Podest an den Schweizermeisterschaften im Nacht-OL. Foto: zvg

Podest an den Schweizermeisterschaften im Nacht-OL. Foto: zvg

Der richtige Zeitpunkt

Dieser Erfolg kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Eine Schweizermeisterschaft ist im Jahr mit der Heim-EM natürlich kein grosses Saisonziel für mich. Mich jedoch anfangs Saison im ersten Ernstkampf durch zu setzen gibt mir ein grosses Selbstvertrauen mit auf die letzte Vorbereitung richtung EM. 2 Wochen vor den Selektionsläufen und etwas mehr als einen Monat vor der EM bin ich also in guter läuferischer Verfassung und auch meine OL-Technik stimmt. Ich habe nun Gewissheit, dass mein Wintertraining gut verlief. Dafür gab es auch schon andere Anzeichen:

  • Während des dreiwöchigen Trainingsblockes in Südafrika konnte ich bei optimalen Bedingungen zahlreiche Trainingskilometer sammeln.
  • Mein auf diese Saison hin umgestelltes Krafttrainings-Programm (geplant zusammen mit einem Kraft-Experten) zeigt vor allem beim Laufen in der Steigung Wirkung.
  • Im Trainingslager in Spanien mit dem Kader hatte ich die hundertfache Möglichkeit, meine Postenanlauf-Technik zu verfeinern.
  • Bei zahlreichen Trainingstagen und Wochenenden im Tessin fühlte ich mich mehr und mehr in den steilen Hängen wie zuhause.
  • Die Balken in der Trainingsstatistik waren noch nie so hoch wie im Winter 2017/18.
  • Schlussendlich zeigt mir auch der Saliscendi-Test, dass ich mich über 2 Jahre hin physisch im Tessiner Gelände stark verbessert habe und im letzten Test Mitte März so eine deutliche persönliche Bestzeit laufen konnte. Der Saliscendi-Test ist eine im Hinblick auf die EM fürs Nationalkader entwickelte Testrunde mit physiologischen Messungen (Laktat, HR) im spezifischen Tessiner Gelände.

Trotz all diese positiven Anzeichen war ab und zu die Unsicherheit da, ob ich mit dem Teilzeitpensum als Ingenieur neben dem Spitzensport den richtigen Weg eingeschlagen habe. Nach dem Schweizermeister-Titel weiss ich nun, dass dies sehr wohl der richtig Weg für mich ist! Die flexible Teilzeitanstellung bei EBP als Umweltingenieur ermöglicht es mir, an interessanten Wasserbau- & Hochwasserschutz Projekten zu arbeiten. Dies ist eine tolle Abwechslung zum Sportalltag. Meinen Trainingsalltag gestalte ich so auch effizienter, zielgerichteter; meine Tage haben eine gute Struktur und wenn ich im Wald OL-Posten anlaufe, kann ich mich voll darauf Fokussieren.

Mit Schwung richtung EM

Nun ist bereits der April und schon bald steht die EM vor der Türe. Nächste Woche werden die Selektionsläufe des Schweizer Teams im Tessin ausgetragen. Montags laufen wir einen 5000m Bahntest. Am Freitag wartet ein Sprint und Sprint-Rerun in Novaggio Dorf auf uns, am Samstag findet die Mitteldistanz in Sonvico und am Sonntag die Langdistanz auf dem Cima di Medeglia statt.

Dank des gewonnen Selbstvertrauens kann ich den letzten Monat bis hin zur EM mit viel Schwung angehen.

A casa in Ticino

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Komfortzone

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